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Brückentest
 

Blackmagic-Designs Multibridge Pro im Anwendertest.

 
Von Andreas Frowein 
05.12.2008 

Wer heute im Videobereich Neuanschaffungen plant, die nicht HD-fähig sind, muss einen guten Grund dafür haben. Selbst wer derzeit noch nicht mit HD arbeitet, sollte bei einem Neukauf zumindest an ein System denken, das HD und SD verarbeiten kann. Nach den Fernsehanstalten und großen Produktionshäusern stehen zunehmend auch Freelancer oder kleinere Produktionsfirmen vor solchen Investitionsentscheidungen. Manch einer kann und will keine großen Summen für neues Postproduktions-Equipment ausgeben, muss aber den Kunden HD bieten können, um nicht aus dem Markt zu fallen. Vornehmlich solche kostenbewussten Kunden muss Blackmagic-Design im Auge gehabt haben, als es Multibridge Pro und Multibridge Eclipse entwickelt haben.
Beide Systeme sind eine Kombination aus Capture-Card und bi-direktionalem Konverter, die SD (PAL + NTSC), HD und 2K verarbeiten können. Die Eclipse Box ist im Audiobereich etwas anschlussfreudiger, denn sie hat je 4 In/Out-Audioanschlüsse im analogen und 12 im digitalen Bereich. Die Pro Version – die wir uns näher angesehen haben - bietet nur einen analogen Stereo IN/Out und acht digitale In/Outs, die jedoch über einen separat zu kaufenden DB-25 Adapter anzuschließen sind. Diese Lösung ermöglicht die Pro Box auf eine 19“-HE zu reduzieren.
Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass der DB-25Adapter beiliegt. Zusätzlich kann in bei beiden Boxen das ins SDI-Signal eingebettete Audio verwendet werden.
Die Anschlüsse im Videobereich sind gleich und umfassen neben Composite, Component oder S-Video und je zwei SDI IN und OUT, die bei 4:4:4 RGB als 3 Gbit/s- oder Dual-Link-SDI genutzt werden können. Besonders hervorzuheben sind die beiden HDMI-Anschlüsse – ebenfalls In und Out. Sie erlauben sowohl den Anschluss von entsprechenden Kameras, aber auch von Computermonitoren mit HD-Auflösung. Wenn diese, wie bei unserem Testaufbau mit dem Eizo HD 2441, 50-Hz-Signale wiedergeben können und man keine sehr hohen Ansprüche an die Wiedergabequalität stellt, kann man dadurch auf einen deutlich teureren HD-Monitor verzichten. Aber Achtung, 50-Hz-Signale können nur die allerwenigsten Computermonitore ruckelfrei wiedergeben.
Zurück zu Multibridge. Beide Multibridge Versionen können zudem getrennt vom Computer als Stand-alone Konverter zwischen den verschiedenen Signalen eingesetzt werden. Sie haben damit einen großen Zusatznutzen, denn oftmals lohnt sich die Anschaffung von entsprechenden Einzel-Konvertern nur bedingt, da sie nur selten eingesetzt werden und dadurch nur langsam amortisieren.
Die großen Datenmengen, die bei HD und insbesondere bei 2K anfallen, werden durch eine 4-Lane PCI-Express-Verbindung in den Computer zu transferiert. Eine entsprechende PCI-Express-Karte und ein Verbindungskabel liegen bei. Achtung, die Stecker des Verbindungskabels haben die gleichen Stecker wie DVI und könnten dadurch eventuell verwechselt werden. Bei Einschalten ist darauf zu achten, dass zuerst die Multbridge und dann erst der Computer hochgefahren werden. Verwendet werden können beide Multibridges sowohl mit Windows- als auch mit Mac-Computern und verschiedenen Programmen: Apple Final Cut Pro, Adobe Premiere Pro und After Effects, Autodesk Combustion, Sony Vegas und anderen. Die Multibridge selbst kommt mit einem kleinen Softwarepaket, das neben den für die jeweiligen Programme notwendigen Plug-ins auch eine Software zur Recordersteuerung beinhaltet. Damit können die über die RS 422 Schnittstelle angeschlossenen Mazen nicht nur gesteuert werden, sondern auch Clips in verschiedenen Formaten gecaptured werden.
Je nach verwendetem Format und Codec fallen Daten in unterschiedlich hohen Raten an. Besonders wenn es sich um unkomprimiertes HD handelt. Ob das System die Daten überhaupt schnell genug wegspeichern oder mehrere Streams von der Festplatte oder dem RAID lesen kann, lässt sich mit dem ebenfalls beiliegenden Disk-Speed-Test-Programm feststellen.
Grundsätzlich sollte man regelmäßig auf die Webseite von Blackmagic-Design www.blackmagic-design.com schauen, um von dort die jeweils neuesten Treiber und Programme herunterzuladen.
Doch nun zur Verwendung mit den eigentlichen Schnittprogrammen. Hier muss sowohl beim Capturen beziehungsweise für die Sequenz und für die Ausgabe auf den Monitor die richtige Einstellung gewählt werden, sonst bleibt der Bildschirm einfach ein dunkel oder als zweiter beziehungsweise dritter Desktop-Bildschirm bestehen. In FCP lassen sich die Sequenzeinstellungen bei Bedarf auch später noch leicht verändern, nicht aber in Premiere. Das Capturen und verarbeiten der Videoclips erfolgt wie im jeweiligen Programm gewohnt.

Fazit. Für viele Anwender, die kostengünstig SD, HD und gegebenenfalls sogar 2K verarbeiten wollen, wird die PRO Version genügen, die für 1245 Euro zu haben ist.
Wer die zusätzlichen Audioanschlüsse benötigt, muss 2175 Euro für die Eclipse Version bezahlen, bekommt dafür aber auch noch Status- und Audiolevel LEDs auf der Gehäuse-Vorderseite mitgeliefert. Alle Preise zzgl. MwSt.


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